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Pensionskassen-Monitor: Basis für Entscheidungen

Sie wollen einen vertieften Einblick in die 2. Säule gewinnen? Der Swisscanto Pensionskassen-Monitor liefert Ihnen monatlich aktuelle Daten zu wichtigen Kennzahlen wie Deckungsgrade und Anlagerenditen bei den Schweizer Pensionskassen. Nutzen Sie diese wertvollen Informationen zur 2. Säule für fundierte Anlageentscheidungen.

Swisscanto Pensionskassen-Monitor März 2026

  • Performance: Im März erzielten die Kassen (gleichgewichtet) eine durchschnittliche Performance von -2,4 Prozent. Seit Anfang Jahr liegt die durchschnittliche Performance mit -0,6 Prozent leicht im Minus.
  • Deckungsgrad: Nach dem Höchststand im Februar ist der kapitalgewichtete Deckungsgrad der privatrechtlichen Kassen zurückgekommen. Er liegt per Ende März bei 119,3 Prozent. Bei den öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung beträgt der Deckungsgrad neu 114,2 Prozent und bei jenen mit einer Teilkapitalisierung 91,3 Prozent.
  • Anlageklassen: Private-Equity-Anlagen erwiesen sich im März als Fels in der Brandung; sie erzielten mit 3,9 Prozent die beste Performance unter den betrachteten Anlageklassen. An zweiter Stelle folgen Immobilien Schweiz direkt mit 0,5 Prozent. Im Gegensatz dazu verloren Immobilien Schweiz indirekt mit -5,3 Prozent deutlich an Wert. Schlechter schnitten nur noch Aktien Schweiz (-7.4 Prozent) ab. Seit Jahresbeginn behalten Rohstoffe mit einer Performance von 15 Prozent die Nase vorn.
  • Finanzmärkte: Im März verdrängte die Energieversorgung sogar das Thema Künstliche Intelligenz (KI) aus den Schlagzeilen. Die Finanzmärkte preisten angesichts eines 50-Prozent-Anstiegs des Ölpreises eine Stagflation ein – und damit ein unserer Meinung nach ungerechtfertigtes Narrativ aus dem Jahr 2022. Am wahrscheinlichsten ist aus US-wahltaktischen Gründen entweder eine baldige Deeskalation im Nahen Osten oder – im Gegenteil – eine militärische Eskalation, um die Blockade der Erdöllieferungen zu beenden.
  • Ausblick: Der globale Aktienmarkt hat seit seinem Höchststand Ende Februar rund 8 Prozent in USD verloren. Die teils spürbare Euphorie von Ende Februar hat sich abgekühlt, was zusammen mit dem ungebrochenen Wachstum der Firmengewinne aber für Aktien spricht. Regional erscheint uns insbesondere der Schweizer Aktienmarkt attraktiv, wo zu düstere Aussichten eingepreist sind. Bei den Alternativen Anlagen sehen wir nach der jüngsten Kursbereinigung Potenzial bei Gold.

1. Performance

Abbildung 1.1: Performance (in CHF) ausgewählter Anlageklassen im Vergleich zum Vorjahr

Hinweis: In der Anlageklasse Rohstoffe ist auch Gold mitberücksichtigt.
  • Rohstoffe erzielten mit 15 Prozent YTD die beste Performance unter den betrachteten Anlageklassen.
  • Ausländische Aktien entwickelten sich YTD mit -1,4 Prozent besser als ihre Schweizer Peers (-2,3 Prozent). Im Vormonat war es noch umgekehrt.
  • Obligationen CHF übertrafen YTD mit einer Performance von 0,1 Prozent ausländische Obligationen (-0,7 Prozent).
  • Seit Jahresbeginn gibt es bei den Immobilien Schweiz einen grossen Performance-Unterschied zwischen den direkten (1 Prozent) und indirekten Werten (-3,8 Prozent). 

Abbildung 1.2: Performanceverteilung

  • Die 10 Prozent der Kassen mit der höchsten Performance erzielten YTD eine Rendite von 0 Prozent.  
  • Die 10 Prozent der Kassen mit der niedrigsten Performance erzielten YTD eine Rendite von -1 Prozent.
  • Allein im Monat März schnitten die 10 Prozent der Kassen mit der höchsten Performance um 1,6 Prozentpunkte besser ab als die 10 Prozent der Kassen mit der niedrigsten Performance.
  • Somit ist YTD der Performance-Unterschied zwischen den Kassen mit der höchsten und der niedrigsten Rendite mit 1 Prozentpunkten deutlich ausgeprägt.

Abbildung 1.3: Performance nach Vorsorgevermögen (VV)

  • Keine Performance-Unterschiede zwischen Kassen mit kleinem (< CHF 300 Mio.), mittlerem und grossem (> CHF 1 Mrd.) Vorsorgevermögen. Bei allen drei Kategorien betrug die durchschnittliche Performance seit Anfang Jahr -0,6 Prozent.
  • Während bis Ende Februar die Performance der kleinen Vorsorgeeinrichtungen noch besser war als jene der grossen, sind kumuliert bis Ende März keine Unterschiede mehr erkennbar.

Abbildung 1.4: Performance nach Rentneranteil (Vorsorgekapital Rentner VKR)

  • Die Performance-Unterschiede zwischen Kassen mit hohem und tiefem Rentneranteil sind mit YTD +0,1 Prozentpunkten gering. Die erzielte durchschnittliche Performance YTD beträgt -0,5 Prozent bzw. -0,6 Prozent.

Abbildung 1.5: Performance nach Deckungsgrad

  • Der unterschiedliche Deckungsgrad hatte YTD kaum Einfluss auf die Performance der Kassen: Sowohl Kassen mit einem hohen Deckungsgrad (>110), als auch solche mit einem tieferen Deckungsgrad (<110), erzielten eine Performance von durchschnittlich -0,6 Prozent.

Abbildung 1.6: Performance nach Branche

Branchen gemäss NOGA 2008, siehe Tabelle 1
  • Die Performance-Differenz zwischen den Branchen fiel seit Jahresbeginn gering aus: Leicht vorne liegen das Baugewerbe, das Gesundheitswesen sowie das Finanzwesen mit einer Performance von -0,5 Prozent. Alle anderen Branchen erzielten YTD eine Performance von rund -0,6 Prozent. 

2. Entwicklung des Deckungsgrads und Projektion

Abbildung 2.1: Entwicklung Deckungsgrad in %, vermögensgewichtet

  • Nachdem die Deckungsgrade der privatrechtlichen und vollkapitalisierten öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen im Februar neue Höchststände erreichten, erfolgte im März aufgrund der Marktverwerfungen ein Rückgang auf einen durchschnittlichen Deckungsgrad von 119,3 Prozent (-2,9 Prozentpunkte) bzw. 114,2 Prozent (-2,8 Prozentpunkte).
  • Bei den öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen mit Teilkapitalisierung betrug der Deckungsgrad per Ende März 91,3 Prozent (-2,3 Prozentpunkte).

Methodologische Eckpunkte

Der Swisscanto Pensionskassen-Monitor basiert auf den Daten der Schweizer Pensionskassenstudie von Swisscanto. Für die Studie führt die Tochtergesellschaft der Zürcher Kantonalbank Anfang Jahr jeweils eine umfangreiche Umfrage bei den hiesigen Pensionskassen durch. Die Schätzungen des Pensionskassen-Monitors basieren auf den tatsächlichen Angaben der Vorsorgeeinrichtungen per Ende des Vorjahres, die im Rahmen der Schweizer Pensionskassenstudie erhoben wurden. Die Hochrechnungen erfolgen anhand der von den Umfrageteilnehmenden gemeldeten Asset Allocation zum Jahresende.

Die monatliche Performance wird aufgrund von Publikationsverzögerungen zunächst anhand von Indizes berechnet und im folgenden Monat durch die tatsächlichen Renditen aus den anonymisierten und aggregierten Global-Custody-Daten ersetzt. Daher können sich Performance-Daten nachträglich ändern, insbesondere bei illiquiden Anlageklassen. Die neuen Werte werden sofort in die Berechnungen integriert.

Das Universum der Pensionskassen basiert auf der Schweizer Pensionskassenstudie von Swisscanto, was eine detaillierte Analyse von Untergruppen wie Rechtsform und Grösse ermöglicht. In Anlehnung an die letzte Studie werden bei der Performance-Berechnung Vermögensverwaltungskosten von 41 Basispunkten pro Jahr berücksichtigt. Für die Entwicklung des Deckungsgrades wird der Median der Sollrendite der Studienteilnehmer (2025: 2%) herangezogen.

Diese umfassende Analyse bietet wertvolle Einblicke in die Performance und Struktur der Schweizer Pensionskassen und unterstützt fundierte Entscheidungen für die Zukunft.

 

Tabelle 1: Ungekürzte Branchenbezeichnungen gemäss NOGA 2008

Es werden nur diejenigen Branchen ausgewertet, zu welchen gemäss Umfrage mindestens zwanzig Vorsorgeeinrichtungen zugehörig sind. Weitere Informationen zu NOGA 2008 finden Sie hier

NOGA 2008 Ungekürzte Bezeichnung
C Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren
F Baugewerbe/Bau
G Handel; Instandhaltung und Reparatur von Motorfahrzeugen
K Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen
O Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung
Q Gesundheits- und Sozialwesen