Anlegen in Themen­fonds: Die Lö­sung der Wasser­knapp­heit steht im Fokus

Mit dem Weltwassertag vom 22. März rückt die Wasser­knapp­heit in den Blick. René Nicolodi sagt in der Sendung «Geld»: Technolo­gien für den Wasser­schutz, zur Erhöhung der Wasser­qualität und für die effizien­te Versor­gung sind sowohl aus Nachhaltig­keits- wie aus Anlage­sicht relevant.

Interview mit Dr. René Nicolodi

René Nicolodi, Leiter Aktienanlagen im Asset Management der Zürcher Kantonalbank, in der Sendung «Geld» (Bild: CH Media/TVO).

Martin Spieler: Am 22. März wurde der UN-Weltwassertag begangen. Mit dem Tag erinnern die Vereinten Nationen daran, dass Wasser die wichtigste Ressource von allem Leben auf der Erde ist. Doch in vielen Weltregionen ist Wasser ein rares und damit ein kostbares Gut. Doch warum interessieren sich Anlegerinnen und Anleger für das Thema Wasser?

René Nicolodi: Für Wasser gibt es keine Alternative. Die Nachfrage ist hoch und dürfte noch zunehmen. Dies aufgrund des Bevölkerungswachstums, der höheren Lebensstandards, aber auch des Klimawandels. In der Folge sind Knappheit und Versorgungsengpässe ein riesiges Problem. 2,2 Milliarden Menschen auf der Welt haben noch keinen Zugang zu sauberem Wasser. Entsprechend sind Investitionen in die Versorgung, sowohl von der öffentlichen Hand als auch von privater Seite, ein ganz wichtiger Aspekt.

Kritiker monieren, Wasser sollte für alle Menschen kostenlos zur Verfügung stehen. Spricht das nicht gegen ein Investment in Wasser?

Das Argument hat eine gewisse Berechtigung, ist Wasser doch ein Allgemeingut. Allerdings muss man sich vor Augen führen, dass selbst im Wasserschloss Schweiz das Wasser nicht einfach so aus dem Hahn sprudelt. Es wird gereinigt, aufbereitet, die Instandhaltung der Versorgungsinfrastruktur sind von grosser Bedeutung. Das hat seinen Preis. Und der Preis des Wassers erzielt die Wirkung, dass investiert und der sparsame Umgang mit diesem knappen Gut gefördert wird.

Wie kann man sicherstellen, dass eine Anlage in das Thema Wasser wirklich nachhaltig und sozial verträglich ist?

Indem der Fokus auf die Kernprobleme gelegt werden. Das sind die Knappheit, die Versorgung sowie die Qualität des Wassers. Also sind Technologien zum Schutz des Wassers, zur Erhöhung der Qualität und effizienter Versorgung aus Nachhaltigkeits- und Anlagesicht relevant. Ein Produzent von Flaschenwasser ist hingegen definitiv nicht im Fokus einer solchen Anlagestrategie.

Viele Unternehmen behaupten von sich, nachhaltig zu sein. Wie finden Sie jetzt Unternehmen, die effektiv einen positiven Beitrag für die wichtige Ressource Wasser leisten?

Man muss sich vor allem zwei Fragen stellen. Die erste Frage lautet: was produziert das Unternehmen, und was trägt dieses Produkt oder diese Dienstleistung zum Problem der Wasserknappheit bei? Und auf der anderen Seite: wie produziert das Unternehmen? Sind die nachhaltigen Produktionsprozesse vorhanden oder nicht? Hinzu kommen die Fragestellungen der Finanzanalyse. Ist das ein Businessmodell, das langfristig erfolgreich sein kann? Mit dieser Analyse findet man auch ein gutes Investment.

Wenn wir diesen Aspekt noch vertiefen: Welche Unternehmen stehen für Sie im Fokus, wenn man in Wasser investieren will?

Es sind in der Regel spezialisierte Unternehmen, also auch tendenziell klein- und mittelgross kapitalisierte Unternehmen. Ein Beispiel ist Veralto aus den USA, ein Unternehmen, das im Bereich Reinigung und Wasserschutz tätig ist. Oder die ebenfalls amerikanische Firma Badger Meter, die im Bereich Wassermess-Technologie positioniert ist und so die Effizienz und den sparsamen Umgang mit der Ressource fördert. In der Schweiz wäre allenfalls an Geberit zu denken, die weltweit führend ist im Sanitäranlagenbereich und dort einen wesentlichen Beitrag zum effizienten Umgang mit Wasser leistet.

Trotz aller Nachhaltigkeit: Anlegerinnen und Anleger möchten auch eine Rendite sehen. Wie gelingt beim Thema Wasser die heikle Balance zwischen dem Wunsch nach Rendite und jenem nach Nachhaltigkeit?

Dies lässt sich unserer Meinung nach erreichen, indem der Fokus auf Gebiete gerichtet wird, die zur Lösung des Wasserproblems beitragen. Diese Lösungen sollten auch langfristig ein höheres Wachstum erwirtschaften. Wenn man in diesem Kontext auch noch die erfolgreichen Unternehmen identifiziert, dann bietet sich die Chance auf eine schöne Rendite im Portfolio.

Fazit: Was beim Anlegen in Themenfonds und ins Investmentthema Wasser und Wasserknappheit zu beachten ist

  1. Die Nachfrage nach Wasser ist hoch und dürfte noch zunehmen. Dies aufgrund des Bevölkerungswachstums, der höheren Lebensstandards, aber auch des Klimawandels.
  2. Wasserknappheit, Wasserversorgung sowie Wasserqualität sind Kernprobleme. Entsprechend relevant sind technologische Lösungen zum Schutz des Wassers, zur Erhöhung der Qualität und zur effizienten Versorgung aus Nachhaltigkeits- und Anlagensicht.
  3. Diese Lösungen könnten auch langfristig ein höheres Wachstum erwirtschaften.

Dieses Interview wurde erstmals in leicht abgeänderter Form in der Sendung «Geld» vom 21. März 2025 auf Tele 1, Tele M1 und TVO ausgestrahlt.

Der Fonds zum Investmentthema Wasser und Wasserknappheit

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